Finis terrae

folgen, bitte.

Im-Dunkeln-denken

Ich zögere kurz: stelle ich die Frage so oder so: „wo ist Ende Gelände?“ oder „wann ist Ende Gelände?“

Erstere scheint leichter zu beantworten: da, wo die Grenze gezogen ist.

Immerhin, so fällt auf, es war keine Grenze, bevor sie gezogen wurde. Grenzen sind nicht einfach „da“, a priori, sie werden gezogen. Errichtet. Aufgestellt.

Oder? Auf ersten Blick hat ein Kiesel am Meeresstrand genau bestimmbare Grenzen. Auf den zweiten Blick wirft die Bestimmung der Kieselgrenze gewisse Schwierigkeiten auf, messtechnische, aber auch zeitliche: wann genau, zu welcher Zeit hat der Kiesel diese Form und wie lange schon und noch?

Wie viel komplizierter die Bestimmung von Grenzen am Lebendigen: wo beginne „ich“, wo endet das „Andere“?

Also wende mich der Frage zu: „Wann ist Ende Gelände?“ – „Wenn es mir zu bunt wird!“

Dieser grobe Hieb kann bisweilen not-wendig werden, weil, ja weil nicht leicht bestimmbar ist was der Fall ist. Bis…

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